Neue Umweltzonen in Baden-Württemberg Bußgeld und Punkt in Flensburg droht

21. Dezember 2008
Umweltzone

Umweltzone

Stuttgart (ddp.djn). Mit Beginn des neuen Jahres richten weitere Städte in Baden-Württemberg Umweltzonen ein. Ab 1. Januar dürfen nur noch Fahrzeuge mit einer Schadstoffplakette in den neu eingerichteten Umweltzonen fahren. Darauf weist die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) in Stuttgart hin. Pflicht sind danach die Plaketten auch in den Städten Heilbronn, Herrenberg, Karlsruhe, Mühlacker, Pforzheim und Ulm. In vielen anderen Kommunen Baden-Württembergs gelte diese Regelung bereits seit mehreren Monaten.

Wer ohne Plakette an der Scheibe erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 40 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Die GTÜ-Fachleute verweisen darauf, dass sich Fahrverbote für viele Altfahrzeuge ohne Katalysator oder Partikelfilter mit einer Nachrüstung umgehen lassen. Dieser kleine technische Eingriff wird neben freier Fahrt in den Umweltzonen mit einem einmaligen Steuernachlass bei Dieselfahrzeugen (330 Euro bis zum 31. Dezember 2009) und Steuervergünstigungen vom Staat belohnt.

Schnelle Hilfe bei der Filternachrüstung und der Plakettensuche leisten entsprechende Datenbanken bei den Automobilclubs und Prüforganisationen. So bietet die GTÜ-Datenbank (feinstaub.gtue.de) zahlreiche Informationen darüber, welche Plakette ein Fahrzeug erhält, ob eine Nachrüstmöglichkeit besteht und was eine Umrüstung kostet.

(ddp)


Winterreifen vorsichtig einfahren – Reifen im Neuzustand noch von einem herstellungsbedingten Trennmittel umhüllt

8. Dezember 2008

Winterreifen

Winterreifen

Köln (ddp.djn). Neue Winterreifen bringen erst nach einiger Zeit ihre volle Leistung. «Die Einfahrstrecke bei Winter- wie bei Sommerreifen liegt bei rund 150 Kilometern und rührt daher, dass Reifen im Neuzustand noch von einem Trennmittel umhüllt sind, das es erlaubt, sie besser aus der Form zu lösen, in der sie vulkanisiert wurden», erläutert Carsten Bitzhenner vom Reifenhersteller Goodyear in Köln den technischen Hintergrund. Dieses Trennmittel muss zunächst «abgefahren» werden.

Neue Reifen, egal ob Winter- oder Sommerpneus, besitzen eine sogenannte Vulkanisationshaut. Unmittelbar nach der Montage sollte deshalb das Fahrverhalten nicht überbewertet und entsprechend vorsichtig gefahren werden. Dies gilt besonders, wenn Neureifen an der Hinterachse montiert wurden, da die Hinterachse stabilitätskritischer ist.

(ddp


Nicht ganz preiswertes Raumwunder – Der Toyota iQ

7. Dezember 2008

Toyota iQ

Köln (ddp). «Extrem klein, aber geräumig – komfortabel und doch kompakt», nennt Chefkonstrukteur Hiroki Nakajima die obersten Prämissen bei der Entwicklung des neuen Toyota-Kleinstwagens iQ. Und fügt ohne Atempause an, dass ein hohes Maß an Sicherheit, Fahrdynamik sowie ein niedriger Kraftstoffverbrauch als weitere Merkposten im Lastenheft der Ingenieure und Designer gestanden hätten.

Das Ergebnis ist 2,99 Meter kurz und bietet ausreichend Platz für drei Erwachsene und ein Kind oder etwas Gepäck. Komplett garniert mit ESP sowie neun Airbags bietet der Winzling darüber hinaus Komfort-Features, die selbst in der zwei Segmente höheren Kompaktklasse nicht selbstverständlich sind. Auch der Fahrspaß kommt nicht zu kurz, da dank der extrem kurzen Überhänge vorn und hinten sich die Masse des Fahrzeugs zwischen den Vorder- und Hinterrädern befindet und sich so ein angenehmes Go-Kart-Feeling ergibt. Doch nicht nur in Kurven ist der iQ in seinem Element, ebenso beim Geradeauslauf gibt es nichts zu mäkeln.

Nur 19 Zentimeter länger als der zweisitzige Smart bietet der iQ – i steht für Innovation, Q für Qualität – nicht nur erheblich mehr Platz, sondern wirkt weitaus erwachsener als der Mini aus Stuttgart. Das liegt an seiner eigentlich nicht proportionsgerechten Breite von 1,68 Metern sowie Höhe von 1,50 Metern und der dynamischen Front, in der die Bi-Halogen-Scheinwerfer weit in die Motorhaube und Kotflügel hineingezogen sind. Dennoch wird das Design nicht jedermanns Geschmack sein, polarisiert es doch stark.

Die beeindruckende Raumausnutzung erreichten die Konstrukteure durch eine Abkehr von klassischer Bauweise. So ordneten sie das Differenzial nicht hinter, sondern vor dem Motor und die Lenkung nicht hinter der Antriebseinheit, sondern höher an der Spritzwand an. Allein diese Bauweise führte zu einer Verkürzung des Motorraums um zwölf Zentimeter. Eine extrem kleine Klimaanlage, verschlankte Rückenlehnen, die Verbannung des nur zwölf Zentimeter hohen Tanks unter den Fahrzeugboden und vor allem das asymmetrische Armaturenbrett schaffen weiteren Platz. Durch die Eliminierung des Handschuhfachs konnte das Panel auf der Beifahrerseite deutlich weiter vorn als auf der Fahrerseite platziert werden.

Ergebnis: Das Gestühl kann weit nach vorn geschoben werden, was wiederum Platz für den dahinter sitzenden Mitfahrer schafft. Hinter dem guten Seitenhalt bietenden Fahrersitz geht es erheblich enger zu, so dass hier nur ein kleineres Kind sitzen kann. Insgesamt hat Toyota damit ein neues Raumspar-Paket entwickelt, das sicher seine Nachahmer finden wird. Werden alle vier Plätze genutzt, schrumpft der Kofferraum allerdings auf winzige 23 Liter. Wer sich mit zwei Plätzen begnügt, kann durch leichtes Umklappen der Rücksitze das Volumen aber auf 238 Liter erhöhen. Die Ausgestaltung des Innenraums ist trotz reichlich Hartplastik ebenfalls zu loben. Die Materialien wirken wertig und sauber verarbeitet. Die Instrumente hat der Fahrer gut im Blick und die Bedienelemente sind weitgehend selbsterklärend.

Für den Vortrieb sorgen der aus dem Aygo bekannte 1,0-Liter-Benzinmotor (68 PS) mit Fünfgangschaltgetriebe sowie ein 1,4-Liter-Dieseltriebwerk (90 PS) samt Sechsganggetriebe. Der Dreizylinder-Benziner läuft vibrationsarm und bringt bei einem Verbrauch von 4,3 Litern Superbenzin auf 100 Kilometer (Werksangabe) den Cityfloh ausreichend flott in Trab, während der Selbstzünder mit modernster Direkteinspritzung und Partikelfilter nicht nur wegen seiner Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h fast schon ein wenig übermotorisiert wirkt. Aber auch er geizt beim Verbrauch, der von Toyota mit vier Litern angegeben wird, was einer CO2-Emission von nur 104 Gramm pro Kilometer entspricht.

Keineswegs geknausert wurde bei der serienmäßigen Ausstattung. Klimaanlage, Zentralverriegelung, ein CD-Radio, elektrische Servolenkung und Leichtmetallräder vermitteln Komfort wie in der Kompaktklasse. Für all das muss der potenzielle Kunde allerdings recht tief in die Tasche greifen: 12 700 Euro und mithin deutlich mehr als beim größeren Aygo (9350 Euro) möchte der freundliche Toyota-Händler einkassieren. Der selbstbewusste Preis mag gerechtfertigt sein, passt aber wohl kaum ins derzeitige wirtschaftliche Umfeld.

(ddp/Bild: Toyota Deutschland GmbH)


Sicher für den Schulweg angezogen – Mütze ist besser als Kapuze

7. Dezember 2008
Schulweg Sicherheit

Schulweg Sicherheit

Frankfurt/Main (ddp). Während der dunklen Jahreszeit ist der Schulweg für Kinder besonders gefährlich. Im Herbst und Winter verunglücken morgens doppelt so viele Schüler wie im Frühling oder Sommer, mahnt der Automobilclub AvD in Frankfurt/Main. Die Sichtverhältnisse seien schlechter. Es werde erst später hell, zudem könnten nasses Laub oder Glatteis Bürgersteige und Straßen rutschig machen. Den Eltern rät der Autoclub, ihre Kinder auf die Gefahren vorzubereiten und – sie vor allem richtig anzuziehen.

Kapuzen schränkten das Sichtfeld der Kinder ein. Sie könnten nur schwer nach links oder rechts schauen, warnen die Fachleute. Die Folgen, herannahende Autos würden kaum wahrgenommen. Die Kinder hätten einen Tunnelblick. Viel sicherer sei es, den Jungen und Mädchen Mützen anzuziehen. Damit würden die Kinder deutlich besser sehen und könnten an Kreuzungen und Zebrastreifen aufmerksamer den Verkehr beobachten. Ebenso wichtig sei helle Kleidung. Auch Reflektoren an Jacken oder Schulranzen erhöhten die Sicherheit. Sie leuchteten, wenn sie angestrahlt würden, bis zu 160 Meter weit. Autofahrer könnten die Kinder dann frühzeitig am Straßenrand erkennen.

Zugleich appelliert der Autoclub an die Fahrer, nun besonders vorsichtig und aufmerksam zu sein. Kinder könnten Gefahren oft nicht einschätzen, ließen sich leicht ablenken. Umso wichtiger sei es, morgens in der Dämmerung langsamer zu fahren und immer bremsbereit zu sein.

(ddp)


Rätselhafte Unterschiede beim Reifenwechsel – Preise sollten vorab schon erfragt werden

7. Dezember 2008

Reifenwechsel

Reifenwechsel

München (ddp.djn). Bei wohl kaum einer anderen Dienstleistung in der Autobranche differieren die Preise so stark wie bei einem Wechsel von Sommer- auf Winterreifen. Wer Werkstätten oder Reifenhändler in seiner Umgebung anruft, wird rasch feststellen, dass die Umrüstung von vier Rädern zwischen 8 und 56 Euro kosten kann. Möchte man die Reifen auswuchten lassen, lauten die Preisauskünfte pro Rädersatz inklusive Montage sogar 25 bis 100 Euro.

Christian Buric vom ADAC in München empfiehlt deshalb, sich schon bei der telefonischen Terminvereinbarung nach dem Preis der Dienstleistung zu erkundigen. Zudem solle man mit dem Wechsel nicht bis zum richtigen Wintereinbruch warten. «Dann hat man kaum noch eine Chance, einen günstigeren Betrieb zu finden», schildert Buric seine Erfahrungen.

(ddp)


Vorsicht beim Kauf alter Neureifen – Den Produktionszeitpunkt verrät die sogenannte DOT-Nummer

7. Dezember 2008

Alte Neureifen?

Alte Neureifen?

München (ddp.djn). Autofahrer sollten beim Reifenkauf immer auf das Herstellungsdatum achten. Wie der ADAC in einer Untersuchung herausfand, bringen Reifen ihre beste Leistung, solange sie «jung» sind. Mit zunehmendem Alter ließen viele auch dann in ihrer Leistungsfähigkeit nach, wenn sie vom Händler richtig gelagert werden, teilte der Autoclub mit. Er plädiert dafür, dass die Verbraucher beim Kauf von Reifen, die älter sind als drei Jahre, vom Verkäufer deutlich und unaufgefordert auf das Produktionsdatum hingewiesen werden. Für den Verbraucher bedeute dies, dass er sich beim Kauf länger gelagerter Neureifen bewusst auf messbare qualitative Nachteile einlässt.

Den Produktionszeitpunkt eines Reifen verrät die sogenannte DOT-Nummer. Ihre vier Ziffern sind an der Reifenflanke eingeprägt. Die Nummer 3308 zum Beispiel bedeutet, dass der Reifen in der 33. Kalenderwoche des Jahres 2008 hergestellt wurde.

(ddp)


Billig muss nicht günstig sein – Den Wechsel der Kfz-Versicherung sorgsam planen

7. Dezember 2008

KFZ Versicherung

KFZ Versicherung

Berlin (ddp.djn). Jetzt werben sie wieder. Ende November vergeht wohl kaum ein Tag, an dem Autobesitzer nicht mit angeblich besseren Prämien und Leistungen für ihre Fahrzeugversicherung umgarnt werden. In der Tat, weiß Jochen Oesterle vom ADAC in München, «können bei einem Wechsel der Kfz-Versicherung Autofahrer bessere Leistungen und günstigere Konditionen bekommen». Dazu muss der alten Assekuranz ein Kündigungsschreiben gesandt und rechtzeitig eine neue Versicherungspolice bestellt werden. Zur Kündigung bleibt in diesem Jahr ein Tag länger Zeit als üblich, weil der Stichtag 30. November auf einen Sonntag fällt. Letzter Tag, an dem das Kündigungsschreiben bei der Versicherungsgesellschaft sein muss, ist deshalb bei den meisten Verträgen der 1. Dezember.

«Eine Kfz-Versicherung allein nach dem Preis auszuwählen kann sich als fatal erweisen», mahnt allerdings Karin Roller, Versicherungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg: «Vor einem Wechsel sollte man sich deshalb informieren oder beraten lassen.» Mittlerweile bieten die meisten Versicherungsgesellschaften mehrere Tarife zur Auswahl – mit unterschiedlichen Leistungen und dementsprechend unterschiedlicher Preisgestaltung. «So gibt es günstige Tarife mit Werkstattbindung. Oder mit der attraktiven Prämie geht bei einem Unfall eine heftige Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse einher», warnt die Verbraucherschützerin vor übereilten Unterschriften. Hinter Begriffen wie ´Basis-´ oder ´Standardtarif´ würden sich unterschiedliche Leistungspakete verbergen.

Durchblick bei Preisen und Leistungen zu schaffen ist ohne Datenbankunterstützung praktisch unmöglich. Deshalb bieten die Verbraucherzentralen entsprechende Hilfen an. Wer Beratungsbedarf zum Thema Kfz-Versicherung hat oder einen individuellen Kfz-Versicherungscheck wünscht, kann sich beispielsweise montags bis donnerstags zwischen 10.00 und 18.00 Uhr an eine Hotline der baden-württembergischen Verbraucherzentrale wenden (09001774443/1,75 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz). «Die Gesprächsdauer verkürzt sich, wenn der Anrufer gut vorbereitet ist. So sollte er seine Schadenfreiheitsklasse kennen und seinen Kfz-Schein bereit halten», legt Verbraucherschützerin Evelyn Keßler Interessenten ans Herz.

Gerade die Feinheiten der Vertragsbestimmungen können dem unerfahrenen, aber sparwilligen Autobesitzer zum Verhängnis werden. Denn nicht alles, was billig aussieht, ist auch tatsächlich günstig. Thomas Achelis vom KS-Autoclub macht auf einen besonderen Fallstrick aufmerksam. So enthalten die meisten Policen eine Europadeckung. Einzelne beschränken sich aber auf EU-Europa, was Länder zum Beispiel im ehemaligen Jugoslawien teilweise ausschließt. Deshalb sollte man vorher klären, ob man – gegebenenfalls im Urlaub – in Länder fährt, die nicht mitversichert sind.

Ist das der Fall, heißt das unter Umständen, beim Grenzübertritt eine vollkommen neue Autoversicherung im Reiseland abzuschließen. Wer zum Beispiel über den Autoput durch Serbien fährt, braucht dann eine Monatspolice. «Die kostet rund 130 Euro», weiß KS-Fachmann Achelis. In diesem Zusammenhang sei auch wichtig zu klären, ob der neue, günstige Versicherer seinen Kunden eine Grüne Karte anbietet.

Dies ist nach wie vor ein nicht zu unterschätzendes Reisedokument. «Bei verschiedenen Internetversicherern besteht allerdings nur die Möglichkeit, sich die Grüne Karte herunter zu laden und dann selbst auszudrucken, wobei dies in der Regel auf weißem Papier erfolgt, was von verschiedenen Grenzbeamten nicht akzeptiert wird», schildert Achelis seine Erfahrungen.

Generell rät er, mit der derzeitigen Versicherungsgesellschaft über einen günstigeren Tarif zu verhandeln, was in etlichen Fällen möglich ist, zumal, wenn man den Wechsel zu einer billigeren Gesellschaft in Aussicht stellt. Auf die Idee ihren Kunden von sich aus ein günstigeres Angebot zu machen, scheint bislang keine Versicherung gekommen zu sein. Mithin muss man sich selbst kümmern. «Dabei gibt viele Möglichkeiten, auch beim bisherigen Versicherungspartner zu sparen», verrät Lilo Blunck vom Bund der Versicherten: «Man muss sie nur kennen.» Vor allem in den sogenannten «weichen Tarifmerkmale» stecken Sparpotenziale. «Dahinter verbergen sich etwa Reduzierung gefahrener Kilometer, Einschränkung des Fahrerkreises oder Wechsel vom Laternen- zum Garagenparken», erläutert die Versicherungs-Fachfrau.

(ddp)


Kostenvorteil bei Autogas geht drastisch zurück – Vergleich ins Internet gestellt

7. Dezember 2008

Autogas Vergleich

Autogas Vergleich

München (ddp.djn). Eine Umrüstung auf Autogas ist deutlich unrentabler geworden, weil die Preise für Autogas im Gegensatz zu denen für Benzin kaum gesunken sind. Darauf weist der ADAC in einem aktuellen Kostencheck hin. Bis die Umbaukosten von 2000 bis 3000 Euro wieder eingefahren sind, müssten Autofahrer im Durchschnitt 73 000 Kilometer zurücklegen, rechnete Club-Sprecher Jochen Oesterle vor. Bei einem ADAC-Kostencheck vor drei Jahren waren es 60 000 Kilometer, im Sommer 2008 aufgrund der überdurchschnittlich hohen Spritpreise nur 51 000 Kilometer bis zur Rentabilitätsgrenze.

Schlusslichter im Kostenranking der vom ADAC ausgewählten 50 Autogasmodelle sind das smart fortwo coupé mit 107 000 Kilometern, der Fiat Punto 1.2 8V mit 93 000 Kilometern sowie der Mitsubishi Colt CZ3 1.3, der Opel Corsa 1.2 Twinport und der Renault Twingo 1.2 mit je 91 000 Kilometern. Am schnellsten rechnet sich laut Autoclub die Gas-Umrüstung bei Modellen mit hohem Spritverbrauch. Nach 50 000 Kilometern beginne beim Audi A8 4.2 die Gewinnzone. Mit 52 000 Kilometern folge der Ford Galaxy 2.3 16 V. Beim Chrysler Voyager 2.4 und dem BMW 740i lohne sich der Umbau nach 53 000 Kilometern. Als Preis für die Vergleichsrechnung wurden für den Liter Benzin 1,30 Euro und für den Liter Autogas 73 Cent zu Grunde gelegt. Umgerechnet auf den höheren Energiewert von Benzin, entspricht dies einem Preis von circa 94 Cent pro Liter.

Autobesitzer sollten sich eine schriftliche Unbedenklichkeitserklärung vom Hersteller einholen, bevor sie eine Werkstatt mit der Umrüstung beauftragen. Mercedes beispielsweise lehnt die Autogasumrüstung wegen möglicher Probleme an den Motorventilen generell ab.

Den detaillierten Kostenvergleich sowie eine Liste mit Lieferanten von Gasanlagen hat der ADAC ins Netz gestellt (adac.de/Auto_Motorrad/Autokosten).

(ddp)


Schneeketten auf blankem Eis besser als Textilnetze – Montage sollte unbedingt geübt werden

7. Dezember 2008

Schneeketten für den Winter

Schneeketten für den Winter

München (ddp.djn). Auf winterlichen Straßen sind klassische Schneeketten die beste Lösung. Diese Einschätzung gilt auch in Bezug auf den Verschleiß, wie eine Untersuchung des ADAC und der österreichische ÖAMTC ergab. Die herkömmlichen Ketten könnten als echte Allrounder bezeichnet werden, befanden die Prüfer. Allerdings holten Textilnetze bei der Traktion auf Eis und in der Haltbarkeit deutlich auf und könnten zu echten Alternativen werden. Bislang gelte aber, dass bei großen Schneemengen und Eis die klassische Schneekette die angemessene und beste Lösung sei.

Unter die Lupe genommen wurden sieben Schneeketten und drei textile Traktionshilfen. Die Systeme aus Textilmaterial bieten laut Testergebnis Vorteile in der Montage und sind viel leichter als Schneeketten. Werde auf Schnee gefahren, kämen manche Produkte aus Stoff an die Schneeketten heran. Auf blankem Eis indes zeigten die Textilnetze noch zu wenig Griffigkeit.

Ein weiterer Kritikpunkt: Die Haltbarkeit der Textilnetze sei nicht ausreichend. Auf Beton seien von ihnen spätestens nach 16 Kilometern nur noch Fetzen übrig geblieben. Sieger unter den Schneeketten wurde laut ADAC die Thule CL-10. Auf Schnee und Eis eher guter Durchschnitt, überzeuge diese Schneekette in der Montage. Sie lasse sich leicht aufziehen. Die weiteren getesteten Schneeketten folgten dicht auf, ebenso mit der Bewertung «gut».

Die Montage der Ketten sollte unbedingt vor Reiseantritt geübt werden, empfehlen die Fachleute, da sie im Ernstfall schnell aufgezogen werden müssten. Wenn das Fahrzeug erst feststecke, seien die Ketten kaum noch über die Räder zu bekommen. Ketten sollten nur auf Winterreifen aufgezogen werden, und natürlich ersetzten Schneeketten auf keinen Fall die Winterreifen.

(ddp)


Die Vision vom unfallfreien Fahren – Mercedes rüstet die E-Klasse mit neuen Assistenzsystemen auf

7. Dezember 2008

Mercedes - E-Klasse

Mercedes - E-Klasse

Stuttgart (ddp). Noch haben die wenigsten die neue E-Klasse gesehen, geschweige denn gefahren. Doch ein wenig haben nun die Mercedes-Verantwortlichen den Vorhang gelupft: Mit einer Vielzahl neuer oder überarbeiteter Assistenzsysteme sowie dem Einsatz von vorausschauenden Kameras möchte der Stuttgarter Hersteller der Vision vom unfallfreien Fahren näherkommen. Die E-Klasse, so heißt die Zielvorgabe, soll die sichersten Fahrzeuge dieses Marktsegments bieten – für deren Insassen und für andere Verkehrsteilnehmer.

«Den Fahrer rechtzeitig vor einer drohenden Gefahr zu warnen, ihn gezielt bei seiner Fahraufgabe zu unterstützen und ihn vor den Folgen eines Unfalls zu schützen», fasst Entwicklungschef Ulrich Mellinghoff den Anspruch an ein ganzheitliches, umfassendes Sicherheitskonzept zusammen. Die bereits für die automatische Abstandsregelung (Distronic) eingesetzten Radarsensoren seien deshalb durch ein kameragestütztes System ergänzt worden: «Der Wagen kann so nicht nur Geschehnisse seiner Umgebung erkennen, er kann sie auch verstehen und interpretieren.»

Eine kleine Kamera an der Innenseite der Frontscheibe beobachtet das Verkehrsgeschehen vor dem Auto. Tagsüber sind die von ihr aufgenommenen Informationen Grundlage für die Arbeit der Verkehrszeichenerkennung, die das jeweilige Geschwindigkeitslimit im Kombi-Instrument anzeigt, oder des Spurhalteassistenten.

Nachts ist das gläserne Auge die Basis für den «Adaptiven Fernlicht-Assistenten», laut Mercedes derzeit noch einzigartig auf dem Markt. Der Hintergrund für die Neuentwicklung: Die Entwickler fanden heraus, dass nur bei rund acht Prozent aller Fahrten das Fernlicht eingeschaltet wird. Der meistgenannte Grund: Das ständige Auf- und Abblenden wegen des Gegenverkehrs nervt. Diese Zeiten sind jetzt vorbei. Erkennt die Kamera ein entgegenkommendes oder vorausfahrendes Auto, dann berechnet das System dessen Entfernung, passt automatisch und ohne Zutun des Fahrers die Leuchtweite der Bi-Xenon-Scheinwerfer dem Abstand an. Das geschieht ganz fließend und immer nur soweit, dass andere Verkehrsteilnehmer nicht geblendet werden. Tests haben gezeigt, dass mit dem adaptiven Fernlicht Menschen oder Gegenstände am Fahrbahnrand rund 150 Meter früher ins Blickfeld geraten als mit herkömmlichem Abblendlicht. Ein Sicherheitsgewinn, der allerdings aufpreispflichtig sein wird.

Ganz im Gegenteil zur Müdigkeitserkennung, die es in der neuen E-Klasse gibt. Lange haben die Mercedes-Techniker nach einer Möglichkeit gesucht, die Leistungsfähigkeit des Fahrers zu bewerten. Die Lidschlag-Beobachtung hat sie ebenso wenig überzeugt wie die alleinige Auswertung von EEG-Messungen. Wesentlich aussagekräftiger ist dagegen das Lenkverhalten. Normalerweise tariert man über das Lenkrad immer wohldosiert und quasi unbewusst das Fahrzeug aus. Bei aufkommender Müdigkeit geschieht das immer weniger. Mercedes hat das Lenkrad deshalb mit einem sensiblen Sensor bestückt, der gemeinsam mit Merkmalen wie der Pedalbewegung, dem Erfassen von Fahrbahnunebenheiten oder der Uhrzeit und Fahrdauer eine Aussage darüber trifft, ob eine Pause notwendig wäre. Dann erscheint im Cockpit eine dampfende Tasse – die nicht eher wieder verschwindet bis ein kurzer Stopp eingelegt wurde.

Doch nicht nur die Müdigkeit oder der Sekundenschlaf stellen ein Risiko während der Fahrt dar. Plötzlich ausscherende Lkws oder ein überraschendes Stauende bergen eine vielleicht noch viel größere Unfallgefahr. Dem soll das überarbeitete präventive Insassenschutzsystem «Pre-Safe» begegnen. Dazu wurden die Möglichkeiten der Radarsensoren und der Bremsassistenten weiter ausgeschöpft. Bisher leitete die Pre-Safe-Bremse nach erfolgloser optischer oder akustischer Warnung 1,6 Sekunden vor einem wahrscheinlichen Aufprall eine Teilverzögerung mit 40 Prozent der maximalen Bremsleistung ein. Dieses «halbherzige Bremsen» gehört bei dem weiterentwickelten Pre-Safe der Vergangenheit an. 0,6 Sekunden vor einer unvermeidbaren Kollision wird ohne Zutun des Fahrers eine Vollbremsung ausgelöst. Diese massive Reduzierung der Aufprallgeschwindigkeit trägt wesentlich dazu bei, die Unfallschwere zu verringern.

Alles schön und gut, teils auch aufpreispflichtig, doch Sicherheitsexperte Mellinghoff kennt auch die Grenzen der neuen Technik. Das ist der Mensch am Steuer. Deshalb warnt er: «Auch Assistenzsysteme haben ihre Grenzen. Der Autofahrer bleibt stets in der Verantwortung.»

(ddp)


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